Nahe der Natur

Mitmach-Museum für Naturschutz

PM aktuell

Hier findet sich stets die aktuelle Pressemitteilung (PM) des 'Nahe der Natur'-Museums innerhalb seines Presse-Service.

Eine aktuelle Meldung:

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Das Nahe der Natur-Museum lebt in Vielfalt

Saisonauswertung 2021 ermutigend - Sorgenkind Windindustrie-Entwicklung – Statement gegen Naturentfremdung:

Staudernheim 11.12.2021: „Kein leichtes, aber doch ein erfolgreiches Jahr“, so fasst Ursula Altmoos von „Nahe der Natur – Mitmach-Museum für Naturschutz“ im Staudernheimer Steinbruch das Jahr zusammen. Nachdem es noch im letzten Corona-Jahr 2020 wie fast überall einen deutlichen Besucher-Einbruch gab, stiegen die Zahlen 2021 wieder an. „Das ist wichtig für uns“, ergänzt Michael Altmoos für die Betreiberfamilie, „weil wir die Einrichtung unabhängig und ohne öffentliche Zuschüsse tragen“. Es fanden immerhin mehr als 5000 Besucher im Jahr den Weg in das besondere Museum mit dem großen Steinbruchwald.

„Was uns freut, sind die vielen positiven Rückmeldungen“, so die Betreiberfamilie Altmoos: „Unsere auch überregionalen Qualitäten werden wertgeschätzt: die einzigartige Klein-Wildnis mit den 4 km ‚Wandelpfaden‘, der märchenhafte Moosgarten und das wahrlich flügelreiche ‚Schmetterlingsreich‘ waren besonders beliebt.  Häufig wurde auch die Kombination aus all dem samt Ausstellung und dem kleinen aber feinen Kuchen- und Snack-Angebot hervorgehoben“.

Hoch ist die durchschnittliche Verweildauer von etwas über 2 Stunden. Die Mehrheit der Besucher kam nach Umfragen von weiter her als eine halbe Stunde Autoentfernung, nicht wenige aber auch zu Fuß im Rahmen einer Wanderung. „Wichtig ist auch die enge Vernetzung mit dem Barfußpfad. Gelegentlich wurde rückgemeldet, dass manche Besucher sogar wegen des Museums einen Kurzurlaub in der Region buchten. So tragen wir einen Mosaikstein zum Tourismus bei, werden aber auch von Einheimischen immer öfter geschätzt, wobei es bei lokalem Publikumszahlen noch Luft nach oben gibt“.

Das Museum bietet in der Tat eine bemerkenswerte Vielfalt rund um Naturthemen ab und probiert gerne auch neue kreative Ansätze. Höhepunkte im Jahr waren laut Museumsangaben eine Natur-Schmuck-Ausstellung der Weltumseglerin Marion Freund in der frisch renovierten Schmiede, Natur-Musikführungen mit der Band ‚Rübezahl‘, die Steinbildhauerkurse mit Tina Lorentz, eigene Literaturführungen und der Schülererlebnistag (‚die Jugend übernimmt‘). Mehrere Filmteams drehten Fernsehbeiträge und sogar einen Schulfilm über Schmetterlinge.

Auch die Facharbeit im Hintergrund wird immer mehr anerkannt, immerhin sind die Museumsbetreiber erfahrene Ökologen, Naturgärtner sowie Ausstellungsgestalter: „Gemeinden von weit her lassen sich hier beraten, wie sie öffentliche Flächen mit einfachen Mitteln besonders wirkungsvoll für die Natur aufwerten. Wir werden zu Vorträgen nachgefragt. Die Bücher von Michael Altmoos ‚Der Moosgarten‘ und ‚Besonders: Schmetterlinge‘ (pala-Verlag) verbreiten sich und wurden im „Deutschen Gartenbuchpreis ausgezeichnet. Und sie sind als Weihnachtsgeschenk geeignet, was das Museum unterstützt“, betont Ursula Altmoos.

Doch auch Probleme forderten heraus. So war das Museumsteam geschockt, als im Sommer Vandalismus im oberen Teil des Geländes stattfand. Die Täter konnten nicht ermittelt werden.  Nachteilig war, dass dieses Jahr wegen weltweiter Reisebeschränkungen keine freiwilligen Helfer kommen konnten. Der entsprechende Arbeitsrückstand wird nur nach und nach mit eigenen Händen kompensiert. Eine neue Sonder-Ausstellung musste zurückgestellt werden.

Mit großer Sorge dokumentiert das Museum die Pläne zur Windindustrie-Entwicklung in der Region und vieler Gemeinden. „Derzeit sind mindestens 17 neue Planflächen für Windkraft vorgesehen; das heißt zwischen Simmertal und Bad Kreuznach, zwischen Soonwaldkamm und Meisenheim sind über 100 neue Großwindräder geplant und die Region würde zum Windindustriegebiet überprägt, das ist Wahnsinn“, fasst Michael Altmoos Planstand und seine Ansicht zusammen. „Als Museum informieren wir, sind unabhängiger fachlicher Ansprechpartner, erhalten auch mal Hilferufe und engagieren uns ganz klar gegen dieses Übermaß. Windkraft ist sicher nicht ‚öko‘, wenn man wirklich aufs Ganze blickt. Auch besorgte Rückmeldungen von Besuchern hier zeigen, dass nicht nur viel Natur und Landschaft zerstört würde, sondern wesentliche touristische Grundlagen – auch die unsere.“

Und Altmoos versucht trotz den Konflikten zum Thema versöhnlich zu bleiben: „Heute schon hat die VG Nahe-Glan und angrenzend bereits die berühmten 2% Fläche für Windkraft erfüllt; damit kann man ja arbeiten. Geplant sind nun aber 6%. Guter Klimaschutz, für den wir als Ökologen einstehen, geht aber anders, als immer weiter zuzubauen; es gibt und braucht kluge Konzept-Kombinationen sowie große unverbaute Freiräume, die diese Natur- und Kultur-Landschaft Naheland ja erst so wertvoll machen“, so Michael Altmoos und verweist zum Thema auf das Fachportal des Museums „FREINATUR“ (www.freinatur.net), wo umfassend Fakten und Denkanregungen bereitgestellt sind. Das Thema wird sicherlich ein fachlicher Arbeitsschwerpunkt 2022 sein, während Besucher weiterhin einfach schön hier Naturthemen erleben können. „Unsere Angebote sind daher auch als Statement gegen eine problematische Naturentfremdung zu verstehen. Denn wer Natur versteht, Zusammenhänge erkennt und Landschaft wertschätzt, der erkennt Irrwege und findet auch positive Lösungen“.

Auch stets aktuell und positiv entwickelt sich ein weiteres Digitalangebot des Museums: „NATURADIO – Radio Natur verbunden“ (www.naturadio.net) sendet, vom Museumsteam engagiert wie liebevoll verantwortet, von hier weltweit frei via Internet rund um die Uhr und hat 2021 viele Hörer dazu gewonnen, die musikalisch auf vielfältige Weise Naturthemen in Pop, Rock und Klassik erleben können. „An Weihnachten gibt es als Sonderprogramm hier die friedlichste und schönste Weihnachtsmusik, in Verbundenheit mit Natur, Besuchern und Menschen überall“, freut sich Michael Altmoos und blickt trotz den Herausforderungen optimistisch in die Zukunft: „Wir machen kreativ weiter und haben viele Ideen, legen Kraft, ja auch viel Liebe und Friedenswünsche in unsere Arbeit, gerade in dieser Zeit. Zugleich bleiben wir kritisch und engagiert, auch mal unbequem – ganzheitlich Naturschutz eben“.

Das Museum ist auch jetzt im Winter (außer 21.12. bis 6.1) nach Absprache gerne offen. Die nächste Hauptsaison beginnt am 1. Mai 2022. Info: www.nahe-natur.com / Ruf 06751-8576370.

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