Nahe der Natur

Mitmach-Museum für Naturschutz

NaturWabe - das Hexagon des Miteinander

im Museolum Staudernheim


Direktanwahl dieser Seite auch unter: www.naturwabe.eu /

Diese Seite ist auch Teil des "virtueller Rundgangs" durch das Nahe der Natur-Museum (Übersicht-Navigation).


Unter dem Motto "Hallo Nachbar" gibt es einzigartige Fotografien von Lebewesen in einem besonderen Aufnahme-Stil (Meet your neighbours - Fotos Dirk Funhoff, weitere 'Links' unten) in einer 4m² begehbaren 'Wabe für Naturschutz' ganz schön intensiv zu erleben.  Vor Ort kann dies im Museum Staudernheim besucht werden (Öffnungen / Besuchen) - hier die online-Begleitung:


Waben (Sechsecke, Hexagone) sind praktische Grundformen der Natur, nicht nur bei Bienen: Natur verwoben! Die kleine Wabe hat es aber nicht nur in sich, sie verbindet auch drumherum intensives Erlebnis und Erkenntnis. Auf den Waben-Außenwänden und im umgebenden Raum gibt es mit Überraschungen zu entdecken, wie so manche Lebewesen auch mit uns Menschen zusammenhängen - gern mit einem Lächeln. Kleine Interaktionen sind möglich - schön gemütlich. 

Während im Innern der Wabe "Nachbarn" der Region ihre Faszination und Schönheit pur und groß entfalten, gibt es außen die Verbindungen und Zusammenhänge in alle Welt. Wir sind alle verwoben - nah und fern.

Texte zur Naturwabe gibt es in Deutsch, Englisch und Französisch. Auf ein schönes Miteinander in unserer einen Welt. 


Eine von fünf Aktions-Waben-Außenseiten und intensive fotografische Begegnungen im Innenraum (Fotos von Dirk Funhoff):

Waben-Außenseite mit Aktionsmöglichkeiten - Foto von Dirk Funhoff












Waben-Inneres: Intensive Begegnungen mit Nachbarn (Foto Dirk Funhoff)












Aktuelles Video: Ausschnitt mit Fotografien von Dirk Funhoff, die in der Wabe intensiv erlebt werden können:






Dieses Video und mehr Foto-Informationen gibt es auch in der offenen Facebook-Projektseite von Dirk Funhoff.


Unsere Nachbarn:

Online-Vertiefungen zu ausgewählten Inhalten der Natur-Wabe gibt es in laufend aktuellem Wechsel nun nachfolgend. Hier 5 Nachbarn als Fotografien (alle von Dirk Funhoff im "Meet your neighbours"-Stil) aus dem Inneren der Wabe - mit Kurz-Texten von Michael Altmoos "Nahe der Natur" (Impressum):


Helicigona lapicida (Steinpicker-Schnecke), Foto Dirk Funhoff.










Helicigona lapicida – der Steinpicker (Schnecke):   

Diese Schnecke kommt im „Nahe der Natur“-Gelände häufig vor. Sie benötigt schattige Plätze mit vielen Kleinstrukturen. Woanders ist das leider selten geworden. Lassen wir doch einfach ein paar unaufgeräumte Ecken mehr zu.

Durch wunderbare Unordnung geschützt überdauert das Tier trockene Zeiten. Bei Feuchte weidet die 1cm kleine Schnecke Algenbewuchs ab. Das besondere abgeflachte Gehäuse, das bei genauem Blick wunderbar gefärbt und gemustert ist, ermöglicht das Kriechen auch in kleinste Ritzen. Nützliche Schönheit !

Den Steinpicker in echt gibt es in Schubladen der Wabe zum Berühren - aber nur vor Ort in Staudernheim. Nähere Blicke lohnen.

Ischnura elegans (Große Pechlibelle), Foto von Dirk Funhoff.










Ischnura elegans - Große Pechlibelle:

Diese noch häufige, aber doch wunderbare Klein-Libellenart kommt in einigen Farbvarianten bei uns vor: Vielfalt innerhalb einer Art! Die Libelle legt Eier an Wasserpflanzen, woraus Larven schlüpfen und ein Jahr im Wasser leben.

Nach der Umwandlung der Larve in die eigentliche Libelle (den „Imago“) jagt sie an Land Insekten, besonders gerne Blattläuse. Heißen wir sie herzlich willkommen.

Carduus acanthoides (Weg-Distel), Foto von Dirk Funhoff.










Carduus acanthoides – Weg-Distel:   

Diese Vertreterin einer Distel zeigt die Faszination des scheinbar Alltäglichen. Als Unkraut verspottet sind Disteln extrem wichtige Nektarpflanzen für viele Schmetterlinge und nützliche Bienen. In ihren Blüten-Köpfen gibt es zudem eine spezialisierte Kleinkäferwelt. Disteln bedeuten Vielfalt im Offenland. 

Ermöglichen wir mehr ungespritzte Brachen und Störstellen. Denn darauf sind sie spezialisiert. Sie verschwinden bei „ordentlicher“ Nutzung. Ein paar Störstellen beeinflussen die Produktion der Äcker und Wiesen so gut wie gar nicht, sind aber so wichtig.

Holen wir Disteln aus der Schmuddelecke in unsere Nachbarschaft: Lebenswichtig – Lebenswert – Lebensschön !

Inachis io (Tagpfauenauge), Foto von Dirk Funhoff.










Inachis io – Tagpfauenauge:   

Den kennt aber jeder! Oder habt Ihr zu sehr aufgeräumt?  Die Raupen dieses falters benötigen nämlich Brennesseln. In Zeiten, in denen Menschen mehr Zeit haben und ihre Gärten aufräumen, heißt das nichts Gutes. Die Dreckecke mit Brennesseln verschwindet – und mit ihr einer unserer farbenfrohesten Nachbarn, das Tagpfauenauge

In der Landwirtschaft hingegen wird (zu) viel gedüngt – davon profitiert wiederum die Brennessel auf Kosten anderer Pflanzen der Weg- und Waldränder. So gibt es gegenläufige Entwicklungen: An einigen Stellen ist das Tagpfauenauge selten. Woanders aber täuschen die auffälligen Falter eine heile Welt vor, wo doch so viele andere anspruchsvolle und unscheinbarere Lebensräume und Arten verschwunden sind. Das Tagpfauenauge ist eine der schönsten Erinnerungen und Mahnungen, Naturschutz vielschichtig zu sehen und zu betreiben.

Lacerta bilineata (Westliche Smaragdeidechse), Foto von Dirk Funhoff.










Lacerta bilineata - Westliche Smaragdeidechse:

Diese optisch auffallende heimische Eidechse lebt auffallend unauffällig. Versteckt in lückigen alten Weinbergsmauern, Felsen oder Gestrüpp der Weinbauregionen hat sie in Rheinland-Pfalz einen ihrer europäischen Schwerpunkte. Wir haben hier im Naheland (Region um das Museum) eine bedeutende Verantwortung für ihr Überleben. Woanders als im sonnigen Halboffenland von Steillagen können diese wundervollen Tiere kaum leben. 

Die Eidechse ernährt sich von dem, was der Landnutzer gemein(hin) als Ungeziefer bezeichnet. Wunderbar nützlich. Dennoch hat sie es schwer, weil alte Weinberge entweder wieder intensiviert werden oder ganz bewalden. Sie leidet wie ihre Beute auch unter dem Ausbringen und der Anreicherung von Giften (beschönigend als Pestizide, Insektizide oder Fungizide bezeichnet). 

- Vergiften wir unsere Schönheit?

Hinweise - inhaltliche Link-Empfehlungen:


Ab 2017 kann diese auch mobile Ausstellungseinheit ausgeliehen werden - Europa-weit.

Und wem die Idee mit der Wabe gefällt, dem sei versichert: Wir entwickeln für uns, aber gern auch für Andere - nach Absprache - weitere kreative Ausstellungen und andere sinnhafte interaktive Stationen (Ausstellungsgestaltung).


Fotos mitnehmen und kaufen ?

Einige ausgewählte und in der Wabe frei erlebbare Fotografien gibt es exklusiv bei uns auf hochwertigen Bildtafeln auch zu kaufen (in unserem Shop).

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Diese 'Wabe des Miteinander' vor Ort besuchen? - Alle Öffnungszeiten und Besucher-Hinweise des ganzen Museums hier (link).

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Förderhinweis: Die Produktion der Wabe wurde 2015 finanziell unterstützt durch den Naturpark Soonwald-Nahe (mit Geldern des Landes Rheinland-Pfalz).